Letzte Änderung: 15.6.98 von B. Tritsch
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Das Microsoft Resource Kit for Windows NT (dt.: "Die Technische Referenz") stellt eine umfangreiche Sammlung an Informationen und Systemwerkzeugen speziell für Administratoren dar. Im folgenden werden einige der wichtigsten Werkzeuge vorgestellt, die im Administratoren-Alltag oftmals ihren Einsatz finden. Zum Teil sind dies einfach "Bequemlichkeits"-Werkzeuge, die Arbeitsvorgänge vereinfachen. Zum Teil ermöglichen sie jedoch auch Einblicke in das NT-System, die über keinen anderen Mechanismus geboten werden. Viele der Resource Kit Tools finden sich daher mit der Zeit auch in der Standarddistribution von Windows NT.
Wie finden sich Computer im Netzwerk? Woher wissen Benutzer in einem Netzwerk welcher Computer welche Ressource unter welchem Namen freigegeben hat? Diese Probleme werden durch verschiedene Konzepte gelöst, die im folgenden vorgestellt werden.
Die einzelnen Versuche zur Namensauflösung auf einem Client halten dabei eine vorgegebene Reihenfolge ein. Nacheinander werden verschiedene Mechanismen verwendet, wobei die Sequenz abgebrochen wird, sobald eine erfolgreiche Namensauflösung erfolgt ist:
Die erste Antwort von Microsoft auf das Problem der Namensfrage bestand in den Netzwerk-Browsern. Diese Programme können das Netzwerk nach verfügbaren Rechnern und jeden dieser Rechner nach freigegebenen Ressourcen durchsuchen. Da diese Liste mit jedem Aufruf neu erstellt wird, bietet sich das Konzept vor allem für Peer-to-Peer-Netzwerke an, in denen sich die verfügbaren Ressourcen kurzfristig ändern können.
Da auch dieses Durchsuchen des Netzwerks organisiert sein will, gibt es in Windows NT-Netzwerken einen Browser-Master, den Primary Domain Controller. Jeder Client meldet sich beim Anmelden am Server auch beim Browser-Master an. Dadurch wird er in die Liste aufgenommen.
Der Browser Monitor zeigt für jede Workgroup (oder Domäne) den Master Browser an, der die Namensliste der Workgroup-Mitglieder bereithält.
Der Domain-Monitor zeigt den Status der Server in einer Domäne an. Hierzu gehört auch der Verbindungsstatus zwischen den Domain Controllers innerhalb von Vertrauensstellungen. Hierdurch läßt sich der Zustand einer komplexen Domänestruktur verwalten und kontrollieren.
Der Domain-Monitor verbindet sich zur Sammlung der Informationen zu den betroffenen Servern und nutzt dafür die Benutzer-ID und das Paßwort des momentan angemeldeten Benutzers. Daher ist die steht Funktionalität des Domain-Monitors nur einem Administrator mit entsprechenden Privilegien zur Verfügung.

Abbildung 9.15: Domain-Monitor
Die Eigenschaften einer ausgewählten Domäne zeigen alle beteiligten Domain Controllers sowie deren Zustand im Bezug auf Verfügbarkeit, Replikation und Netzwerkverbindung an. Weiterhin werden die Vertrauensstellungen zu anderen Domänen sowie die Anbindung der zugehörigen Domain Controllers aufgelistet.
NetWatch zeigt in einem Fenster an, welche Benutzer oder Rechner zu einer exportierten Ressource im Netzwerk (Share) Verbindung aufgenommen haben. Weiterhin erlaubt es die Unterbrechung einer Benutzerverbindung und die Beendigung des Exports für eine Ressource. Dabei können alle diese Aktionen für mehrere Computer im Netzwerk durchgeführt werden.
Um NetWatch mit seiner vollen Funktionalität verwenden zu können, muß man als ein Benutzer angemeldet sein, der zur Gruppe der Domäne-Administratoren gehört. Zudem muß auf allen Computern, auf die ein Zugriff erfolgen soll, der Server-Dienst gestartet sein.

Abbildung 9.16: Das NetWatch-Werkzeug
Der Process Viewer ist ein graphisches Werkzeug, das Informationen über laufende Prozesse anzeigt und erlaubt, einige Parameter der Prozesse zu modifizieren. Die einzelnen Funktionalitäten sind:

Abbildung 9.17: Der Process Viewer
Die Gesamtheit der Werkzeuge im Resource Kit läßt sich in verschiedene Kategorien einteilen, die im folgenden aufgeführt werden: