Letzte Änderung: 15.6.98 von B. Tritsch
Zurück zum Index "PC-und MS-Windows-Support"
Auf den ersten Blick erscheint unter Windows NT der Explorer das zentrale Werkzeug für den Zugriff auf Dateien und Verzeichnisstruktur der lokalen Festplatten zu sein. Jedoch hat der Explorer die Eigenschaft, bestimmte Informationen gefiltert oder interpretiert an den Benutzer weiterzugeben. Dies ist für den normalen Benutzer optimal, jedoch nicht unbedingt für einen Administrator. Daher arbeiten viele Administratoren weiterhin mit dem älteren Datei-Manager, der ein eher rohes Abbild der Anordnung von Dateien und Verzeichnissen erstellt. Zudem ist es so, daß einige administrative Aufgaben (z.B. die Einbindung von Macintosh-Dateisystemen) auschließlich über den Datei-Manger ausgeführt werden können.
Der Start des Explorers geschieht über das Anklicken des Arbeitsplatz-Icons auf dem Desktop oder der Start-Schaltfläche mit der rechten Maustaste. Klickt man das Startmenü mit der linken Maustaste an, so findet sich der Explorer im Menüpunkt <Programme>.
Der Datei-Manager wird zwar immer mit Windows NT 4.0 ausgeliefert, jedoch nicht als Icon im Startmenü oder auf dem Desktop angezeigt. Daher muß man manuell auf die Datei winfile.exe zugreifen und sie ausführen. Dies kann entweder über den Explorer, über den Punkt <Ausführen...> im Startmenü oder durch Aufruf des entsprechenden Kommandos in der NT-Shell (DOS-Box) geschehen.
Gemeinsam ist jedoch sowohl dem Explorer als auch dem Datei-Manager, daß sie den Zugriff auf Festplatten, Diskettenlaufwerke oder im Netz freigegebene Ressourcen erlauben. Hierbei können beide Werkzeuge auch für die Modifikation der Sicherheitseinstellungen auf Ressourcen mit einem entsprechenden Dateisystem (z.B. NTFS) verwendet werden. Weiterhin sind beide als zentrales Verwaltungswerkzeug für Datei und Verzeichnisressourcen im Netzwerk verwendbar.

Abbildung 9.1: Der Datei-Manager

Abbildung 9.2: Der Explorer
Die Systemsteuerung kann nur lokal genutzt werden und dient der Einstellung verschiedener Systemparameter, die zum Teil benutzerspezifisch und zum Teil systemweit angewendet werden.

Abbildung 9.3: Das Systemsteuerungsfenster unter Windows NT 4.0
Problemloses Drucken von Dokumenten ist innerhalb einer Unternehmensumgebung eine zentrale Forderung, die durch eine entsprechende Infrastruktur erfüllt werden muß. Lokal an PCs angebundene Drucker stellen dabei in den wenigsten Fällen eine befriedigende Alternative zu Server-Lösungen dar, die mehrere Drucker für eine große Anzahl von Benutzern gleichzeitig verfügbar machen können. Die Planung, Konfiguration und Wartung einer solchen Remote-Druck-Umgebung setzt jedoch ein deutlich höheres Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen voraus, als eine lokale Druckeranbindung.
Windows NT Server können zur Integration von Netzwerkdruckern genutzt werden, ohne dabei die verwendeten Client-Betriebssysteme einschränken zu müssen. Besonders leicht ist dies natürlich bei Windows NT Workstation oder Windows for Workgroups. Jedoch auch UNIX- oder Macintosh-Clients können auf einen NT-Server als Druck-Server problemlos zugreifen.
Der Druck-Manager dient dem Einrichten von neuen Druckern sowie der Verwaltung bestehender Drucker.

Abbildung 9.4: Der Druck-Manager
Das Icon der sogenannten "DOS-Box" unter Windows NT führt nach wie vor zu einer Reihe von Mißverständnissen. Viele Benutzer und insbesondere Administratoren nehmen sie nicht sonderlich ernst, da sie zu sehr an DOS erinnert. Die "DOS-Box" ist jedoch eine ausgewachsene 32-Bit-Shell mit der Möglichkeit eine Reihe von Sprachelementen zu nutzen.
Die Sprachsyntax der NT-Shell wird in dem Kapitel Command-Skripte genauer betrachtet.
Die PC-Hardware und die Betriebssystemskonfiguration läßt sich unter Windows NT recht leicht überprüfen. Dafür muß man unter <Start> <Programme> <Verwaltung> das Programm Windows NT Diagnose starten. Dieses Werkzeug gibt Auskunft über die verschiedenen Systemeinstellungen. Dies beinhaltet Dienste, Ressourcen, Umgebungsvariablen, Netzwerkeinstellungen, Versionsangaben, Systeminformationen, Anzeige, Laufwerke und Speicher.

Abbildung 9.5: NT-Diagnose
Das regelmäßige Sichern von Benutzerdaten gehört sicherlich zu einer der zentralen Aktivitäten in einer Unternehmensumgebung. Windows NT bietet in seiner Standardinstallation ein graphisches Werkzeug, mit dem einfache Sicherungskonzepte verwirklicht werden können. Das Backup-Programm Ntbackup erlaubt dabei ausschließlich die Verwendung von Bandlaufwerken, Disketten werden nicht unterstützt.
Die einfachste Methode zur Verwendung des Backup-Programms geschieht über den Startmenüpunkt <Programme> <Verwaltung> <Bandsicherung>. Wurde ein Bandlaufwerk über die Systemsteuerung und das dortige Bandgeräte-Applet schon installiert, so kann das Programm sofort verwendet werden.
Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, die dieses Programm zum Schutz der Daten bietet:
Sicherungen können unter Verwendung von Ntbackup auch in der NT Shell vorgenommen werden. Für die meisten Befehlsparameter ist keine Benutzereingabe notwendig, sie können daher in Skripts integriert werden. Es gibt jedoch auch Parameter, bei denen eine Benutzerinteraktion erforderlich ist.

Abbildung 9.6: NT-Bandsicherung
Der Benutzer-Manager für Domänen ist das Programm, mit dem praktisch alle Funktionen der Benutzerverwaltung ausgeführt werden können. Dies betrifft sowohl die Verwaltung der einzelnen Benutzer als auch der Benutzergruppen.
Die Änderungen, die mit dem Benutzer-Manager für Domänen durchgeführt werden, beziehen sich grundsätzlich auf die gesamte Domäne. Sie werden daher zunächst auf dem Primären Domain Controller durchgeführt und danach auf die Backup Domain Controller repliziert.
Eine genauere Beschreibung dieses Werkzeugs befindet sich in dem Kapitel Benutzerverwaltung.
Anmerkung: Benutzer-Passworte werden nicht über den Benutzer-Manager geändert, sondern durch Drücken der Tastenkombination Ctrl-Alt-Del. Dies eröffnet die Auswahl an einer Reihe von Buttons auf dem Desktop (u.a. Task-Liste, Abmelden, Herunterfahren, Maschine sperren), wobei einer für das Ändern des Passworts zuständig ist.