Letzte Änderung: 15.6.98 von B. Tritsch
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Für die Installation von einigen Applikationen lassen sich folgende Optionen auswählen:
Die gängigen Installationswerkzeuge unter Windows sind:
Das Werkzeug "System Difference Package" dient der Erstellung und der Anpassung von Steuerdateien zur automatischen Installation von Programmen. Es kann jedoch auch dafür verwendet werden, um den NT-Systemzustand vor und nach einer Installation zu vergleichen. Sysdiff untersucht dabei sowohl die Registry als auch die Dateisysteme aller lokalen Festplatten. Die drei zentralen Funktionalitäten von Sysdiff sind daher:
Als Einschränkung für die Verwendung des Sysdiff-Werkzeugs muß beachtet werden, daß zwischen Original- und Zielsystem eine Reihe von Übereinstimmungen bestehen müssen. So dürfen sich auf den Systemen keine unterschiedlichen Prozessoren befinden, die %SystemRoot%-Verzeichnisse müssen an der identischen Stelle liegen und es muß der gleiche Zugriff auf die Quelldateien der zu installierenden Anwendung bestehen.
Das Vorgehen bei der Duplizierung einer Anwendungsinstallation besteht aus dem mehrmaligen Aufruf von Sysdiff mit unterschiedlichen Parametern.
Die ASCII-Datei Sysdiff.inf entscheidet über das Verhalten des Sysdiff-Werkzeugs bei seiner Arbeit. So können dort z.B. Bereiche ausgeklammert werden, die für die Differenzenbildung dann nicht mehr beachtet werden. Dies sind insbesondere temporäre Dateien, Papierkorb, Logdateien, Profile angemeldeter Benutzer und andere bestimmte Registry-Bereiche.
Als Beispiel für eine Sysdiff.inf-Datei soll das folgende kommentierte Listing dienen. Es entspricht der Datei Sysdiff.inf auf der NT 4.0 Installations-CD unter dem Verzeichnis Support\DepTools\<Plattformname>. Die Installation erfolgt mit dem folgenden Befehl, der in die Datei $OEM$\Cmdlines.txt eingefügt werden muß:
RUNDLL´syssetup,SetupInfObjectInstallAction Abschnitt 128 Inf-Datei
Das Symbol Abschnitt ist hierbei der Name eines Abschnitts in der Informationsdatei.
Sysdiff.inf
[Version] Signature = "$Windows NT$" [ExcludeDrives] ; ; The first character on each line is the drive letter ; of a drive to exclude. ; ;c ;d ;e ; ; General notes for file/dir exclusion sections: ; ; *: refers to all drives. ; ?: refers to the drive with the system on it. ; :: is substituted with %systemroot% ; ; Lines that are not in valid format (such as those that ; don't start with x:\) are ignored. ; [ExcludeDirectoryTrees] ; ; Each line is a fully-qualified path of a tree to ; be excluded. The directory and all of its subtrees ; are excluded. ; *:\recycled *:\recycler [ExcludeSingleDirectories] ; ; Each line is a fully-qualified path of a directory to be ; excluded. The directory's subdirs are NOT excluded. ; ::\system32\config ::\system32\logfiles [ExcludeFiles] ; ; Each line is a fully-qualified path of a file to be excluded. ; If it does not start with x:\ then we assume it's a filename part ; for a file to be excluded whereever it is found. ; *:\pagefile.sys ntuser.dat ntuser.dat.log [IncludeFilesInDir] ; ; Each line in here is a fully qualified path of a directory ; whose files are all to be included in a diff (marked as ; added/changed). Use this if you want to include files in the diff ; that might not have actually been changed. ; [ExcludeRegistryKeys] ; ; Each line indicates a single registry key to be excluded. ; Subkeys of this key are not excluded. ; ; The first field is one of HKLM or HKCU ; The second field is the subkey, which must NOT start with a \. ; HKLM,System\Disk HKLM,System\Select HKLM,System\Setup HKCU,Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\RunMRU [ExcludeRegistryTrees] ; ; Each line indicates a registry key and subkeys to be excluded. ; ; The first field is one of HKLM or HKCU ; The second field is the subkey, which must NOT start with a \. ; HKLM,SYSTEM\ControlSet001 HKLM,SYSTEM\ControlSet002 HKLM,SYSTEM\ControlSet003 HKLM,SYSTEM\ControlSet004 HKLM,SYSTEM\ControlSet005 HKLM,SYSTEM\ControlSet006 HKLM,SYSTEM\ControlSet007 HKLM,SYSTEM\ControlSet008 HKLM,SYSTEM\ControlSet009 HKLM,SYSTEM\CurrentControlSet\Enum HKLM,"SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\perflib" [ExcludeRegistryValues] ; ; Each line indicates a registry value entry to be excluded. ; ; The first field is one of HKLM or HKCU. ; The second field is the subkey, which must NOT start with \. ; The third field is the value entry name. ;
Applikations-Server: Installation einer Applikation auf einem Server
Client-Installation: Installation der Applikation zur Verwendung auf dem Client
Der Systems Management Server (SMS) von Microsoft kann:
In reinen PC-Umgebungen erleichtern insbesondere die Funktionen für die Inventarisierung und Softwareverteilung die Aufgaben der Administratoren, die für Updates bislang mit Disketten durchs Unternehmen laufen mußten. Auch die Unterstützung von Netware, OS/2 und Mac-Systemen läßt sich damit realisieren. Die von Microsoft propagierte Lösung für unternehmensweites System-Management, die durch die Einbindung in das BackOffice-Paket suggeriert wird, ist SMS jedoch keineswegs. Es mangelt vor allem an der Einbindung in heterogene DV-Umgebungen. Auch für das Management von WANs ist SMS nicht geeignet. Dies läßt sich jedoch durch die Einbindung von SMS in die HP OpenView Management-Suite ausgleichen.
Ein weiteres Problem ist das Konzept der passiven Systemkomponente während eines Installationsvorgangs von Anwendungssoftware über das Netz. Dies bedeutet, daß Installationsarbeiten nur dann durchgeführt werden können, wenn ein Benutzer vor der Client-Konsole sitzt und diesen Vorgang überwacht bzw. steuert. Ferngestuererte und fernüberwachte globale Updates über Nacht sind dadurch nicht möglich.
Unangenehm sind angesichts der engen Anwendungspalette die hohen Systemanforderungen von mindestens 32 MB Hauptspeicher. Außerdem müssen auf jeder SMS-Konsole das NT-Server-Betriebssystem und die SQL-Server-Datenbank installiert sein.
Die fehlende Funktionalität erhält Microsoft durch Partnerunternehmen. An erster Stelle rangiert hier sicher Computer Associates (CA) mit "Unicenter". Unicenter ergänzt SMS durch Funktionen für Datensicherheit, Backup, Archivierung, Ereignis-Management und Ablaufsteuerung. Ein weiterer Schub zugunsten von Microsoft steht zu erwarten, wenn die IBM ihr Versprechen wahrmacht, ihre gesamte Palette an System-Management-Produkten auf NT zu portieren.