Letzte Änderung: 15.6.98 von B. Tritsch
Zurück zum Index "PC-und MS-Windows-Support"
Datensicherung ist das A und O für die Systemsicherheit. Hierfür kommen reine Windows NT-Lösungen wie das mitgelieferte Backup-System oder kommerzielle Systeme (Arcada oder Cheyenne) in Betracht. In großen Rechnersystemen können sogar plattformübergreifende Client/Server-Lösungen mit Multi-Terabyte Jukeboxes (z.B. Legato Networker) ohne weiteres mit Windows NT zusammenarbeiten.
Backup-Strategien spielen in Unternehmensnetzwerken eine zentrale Rolle, da nur sie die Investitionen in die Arbeit bei der Erstellung von elektronischen Dokumenten und bei der Entwicklung neuer Anwendungsprogramme zuverlässig schützen können. Die naheliegenste Lösung ist es, die Sicherung wichtiger Daten dem Ersteller oder Besitzer zu überlassen. Mangelnde technische Kenntnisse, Zeitprobleme, Disziplinlosigkeit oder fehlende Sorgfalt führen bei diesem Vorgehen jedoch zu regelmäßigen Desastern, die sogar zum Ruin einer ganzen Firma führen können.
Auch die naheliegenden NT-Hilfsmittel wie der Explorer bieten nicht die ausreichenden Funktionalitäten einer zumindest teilweise automatisierten Datensicherung. Daher müssen leistungsfähige Skripts, Backup-Programme oder sogar Client/Server-Lösungen dafür sorgen, daß wichtige Daten regelmäßig und automatisch in einer Form gesichert werden, daß sie im Havariefall leicht rekonstruierbar sind. Für diese Forderung müssen eine Reihe von technischen Möglichkeiten bereitstehen:
Windows NT bietet in seiner Standardinstallation das Backup-Werkzeug Ntbackup.exe, das die Datensicherung auf ein lokal angeschlossenes Bandlaufwerk (z.B. DAT oder Exabyte) erlaubt. Weiterhin steht das Kommando Xcopy.exe in der NT-Shell zur Verfügung. Mit dem Resource Kit bekommt der Administrator zusätzliche Werkzeuge zur Sicherung der Systemdatenbank der Registry an die Hand. Wirkliche Sicherheit bieten jedoch nur Backup-Systeme, die alle wichtigen Daten nach einer vorgegebenen Politik über das Netzwerk auf einen oder mehrere Server kopieren. Dort stehen dann Speichermedien wie CD-Brenner, Festplatten-Arrays oder Bandlaufwerke zur Verfügung, die mit Hilfe eines Verwaltungssystems die Daten archivieren. Hierüber muß sich auch das Auffinden und die Restaurierung (engl.: Recovery) der Daten in ihrer Ursprungsumgebung kontrollieren lassen.
Eine sicher Lösung stellt in den meisten Fällen nur ein Client/Server-Backup-System dar, das die obengenannten Forderungen auch in einem großen Netzwerk erfüllt. Oftmals sind diese Lösungen jedoch sehr teuer. Als Beispiel soll an dieser Stelle ohne Beschränkung der Allgemeinheit das Backup-System Legato NetWorker genannt werden.

Abbildung 11.1: Client-Frontend des Legato Networkers
Auf der Server-Seite eines solchen Backup-Systems können eine Reihe von Bandgeräten und Jukeboxes angeschlossen sein, die Daten im Bereich von vielen TBytes verwalten können. Eine zentrale Komponente ist auch die Verwaltung der Historie der gesicherten Dateien in einer Index-Datenbank.

Abbildung 11.2: Überwachung der Server-Aktivitäten des Legato Networkers