WinCenter Pro: Konzepte und Administration

Kapitel 2.1: Windows NT - Installation

Letzte Änderung: 15.4.98 von B. Tritsch

Zurück zum Index "PC- und MS-Windows-Support"

Zurück zum Inhalt


Die Installation eines so komplexen Betriebssystems wie Windows NT sollte nie unterschätzt werden, obwohl die Benutzerführung beim Installationsprozeß gut gelungen ist. Dennoch gibt es einige Stellen, an denen man schwer zu revidierende Fehler machen kann.

Installationsprozedur

Die Intallationsprozedur läßt sich in eine Reihe von einzelnen Schritten unterteilen, die jedesmal durchlaufen werden müssen.

  1. Aufruf des Setup-Programms (WINNT.EXE oder WINNT32.EXE) auf einer Diskette, einer CD oder auf dem Netzwerk.
  2. Kopie der temporären Dateien auf eine lokale Festplatte
  3. Neustart des Rechners nach Bestätigung
  4. Durchführung der ersten Hardwareerkennung
  5. Wahl zwischen „Benutzerdefiniertes Setup" oder „Express-Setup"
  6. Wahl der vorhandenen bzw. erkannten Massenspeichergeräte
  7. Bestätigung und Modifikation genereller HW- und SW-Einstellungen (Maus, Tastatur, Graphik, usw.)
  8. Angabe, ob es sich um eine Aktualisierung oder Neuinstallation handelt
  9. Wahl der zu verwendenden Festplatten-Partition (nur bei einer Neuinstallation erforderlich)
  10. Wahl des zu verwendenden Dateisystems (nur bei einer Neuinstallation erforderlich)
  11. Überprüfung des Datenträgers auf fehlerhafte Daten
  12. Kopie der Systemdateien
  13. Neustart (ab jetzt wird der Installtionsprozeß über das Windows-GUI gesteuert)
  14. Wahl des neuen Windows-NT-Programverzeichnisses (nur bei einer Neuinstallation erforderlich)
  15. Angabe des Benutzernamens und der Unternehmensbezeichnung
  16. Wahl der zu installierenden Komponenten (Das Express-Setup verwendet alle Optionen)
  17. Angabe der Produkt-ID-Informationen
  18. Wahl der Server-Rolle (Domain Controller oder Server)
  19. Wahl des Lizenzmodus (erst ab NT 3.51 Server)
  20. Eingabe des Computernamen
  21. Wahl der einzurichtenden Komponenten (Netzwerk, Drucker, Anwendungen)
  22. Wahl der Landessprache
  23. Konfiguration des Druckers
  24. Wahl der Netzwerkkarte
  25. Kopie weiterer Setup-Dateien
  26. Konfiguration der Netzwerkkarte
  27. Wahl der Netzwerkprotokolle
  28. Konfiguration der Netzwerkeinstellungen
  29. Weitere Einstellungen für das Netzwerk (z.B. Internet Information Server)
  30. Start der Netzwerkfunktionalität
  31. Einrichtung des Servers (je nach Rolle)
  32. Einrichtung des Administrator-Accounts und des Paßworts auf dem lokalen Computer
  33. Einrichtung des virtuellen Speichers bzw. der Auslagerungsdatei (nur bei benutzerdefineritem Setup notwendig, günstige Größe: 1,5 - 2,5 x RAM-Ausbau)
  34. Einrichtung der vorhandenen Applikationen
  35. Angabe der Zeitparameter
  36. Konfiguration der Bildschirmanzeige
  37. Speichern der Konfiguration
  38. Erstellen der Notfalldiskette
  39. Entfernen der temporären Dateien
  40. Installationsabschluß und Neustart

Die Installationsprozedur für Windows NT ist recht flexibel und kann auf mehrere Arten gestartet werden:

Windows NT auf Intel-Plattformen verfügt über zwei Installationsprogramme:

Die Syntax des Befehls winnt sieht folgendermaßen aus:

winnt [/s:Quellverzeichnis] [/i:INF-Datei] [/t:Laufwerksbuchstabe] [/x]
[/b] [/o[x]] [/u[:Antwortdatei]] [/udf:id, [UDF-Name]]

Der Aufruf von winnt32 unterscheidet sich nur hinsichtlich des Befehls selbst:

winnt32 [/s:Quellverzeichnis] [/i:INF-Datei] [/t:Laufwerksbuchstabe] [/x]
[/b] [/o[x]] [/u[:Antwortdatei]] [/udf:id, [UDF-Name]]

Die Schalter und Parameter dieser Befehle sind die folgenden:

Wenn winnt zur Installation von Windows NT verwendet wird und die Start-Partition von FAT nach NTFS konvertiert werden soll, dann wird ein weiterer Installationsschritt benötigt. Er ist beihnahe identisch zum Aufruf des Befehls "convert /fs:NTFS". Jedoch werden bei einer nachträglichen Konvertierung des Dateisystems möglicherweise Sicherheitsinformationen nicht in gewünschter Weise angepaßt.

Eine Antwortdatei läßt sich am besten mit dem Setup-Manager von Windows NT einrichten. Dieser steht auf der NT-Installations-CD unter Support\DepTools\<Plattformname>\Setupmgr.exe. Die Dialoge des Setup-Managers decken nicht nur die grundlegenden Konfigurationseinstellungen ab, sondern auch zusätzliche Möglichkeiten.

Die Individualisierung von Installationen läßt sich dann über UDFs erreichen. Ein beispielhafter Aufruf eines automatischen Setup sieht als folgendermaßen aus:

winnt /u:unattend.txt /UDF:demopc, config.udf

Basiskonfiguration der Netzwerkanbindung

Die Konfiguration der Netzwerkanbindung bereitet typischerweise die größten Schwierigkeiten. Hier ist sehr wichtig, genaue Kenntnisse über die Netzwerkinfrastruktur und den verwendeten Netzwerkadapter zu haben. Im folgenden ist der zentrale Dialog für die Netzwerkkonfiguration unter Windows NT 3.51 zu sehen (Hauptgruppe - Systemsteuerung - Netzwerk).

 

Die möglichen Standardprotokolle zur Netzwerkanbindung können parallel verwendet werden (Multi-Protokoll-Stack):

 

Wesentliche Netzwerkdienste, die unter Windows NT bereitgestellt werden:

Zum nächsten Kapitel