Letzte Änderung: 15.4.98 von B. Tritsch
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Die Installation von Applikationen unter WinCenter Pro unterscheidet sich ein wenig von entsprechenden Installationsroutinen unter Standard-Windows-NT.
Als vorbereitende Aufgabe muß vor jedem Installationsvorgang WinCenter Pro in den Installationsmodus gebracht werden. Dies geschieht durch folgenden Aufruf in der DOS-Shell:
change user /install
Das Zurücksetzen in den Normalmodus geschieht nach der Installation mit
change user /execute
Für den reibungslosen Ablauf von Applikationen sollte für jeden Benutzer ein lokales Home-Verzeichnis angelegt werden. Wichtig: Die Rechte des Home-Verzeichnisses müssen unter Umständen überprüft und angepaßt werden.
Der Installationsvorgang legt meistens ein .ini-File im Verzeichnis %SYSTEMROOT% an. Dies nennt man eine Master-.ini-Datei. Für die einzelnen Benutzer kann ein .ini-File-Mapping über den umgelenkten Pfad %HOMEDRIVE%%HOMEPATH%/windows genutzt werden. Befehle Benutzerprofile stören diese individuellen Einstellungen jedoch, daher sollten sie vermieden werden.
Um homogene logische Namenszuordnungen für Home- und Arbeits-Verzeichnisse zu erreichen, können die Befehle "share" oder "subst" verwendet werden. Diese erlauben die dynamische Konfiguration über Logon-Skripts.
Als Hilfe für Installations- und Deinstallationsvorgänge kann WinInstall (http://www.ondemand.com) oder NetInstall empfohlen werden.
Grundsätzlich funktionieren unter WinCenter Pro alle Programme, die für Windows NT geeignet sind. Für eine gute Systemleistung sollten jedoch möglichst nur 32-Bit-Programme verwendet werden.
Die Registry ist die zentrale Konfigurationsdatenbank von Windows NT. Sie ersetzt sämtliche INI-Dateien mit ihren fast unüberschaubaren Vielzahl an einstellbaren Parametern durch ein Datenbanksystem. Diese Datenbank besteht aus vier Bereichen. Hierbei ist jeder Bereich als Baum aufgebaut, in dem sich verschiedenen Schlüssel befinden. Die Schlüssel sind die einzelnen Einträge, denen wiederum Werte zugewiesen werden können.
Mit Hilfe der Registry-Editoren (Regedt32.exe) können auf einer sehr systemnahen Ebene Änderungen an der Registry-Datenbank vorgenommen werden. Die Datenbank kann jedoch auch damit gesichert und wieder ganz oder teilweise rekonstruiert werden. Vorsicht: Eine winzige Änderung in der Registry kann fatale Folgen haben!
Die Registry besteht aus einer Hierarchie, die wie eine Verzeichnisstruktur gegliedert ist. In einzelnen Verzeichnissen können Daten (sogenannte "Werte") oder Schlüssel ("Keys") abgelegt sein, die wiederum auf weitere Schlüssel verweisen. Für jeden Schlüssel wird zusätzlich ein Standardwert (ohne Bezeichnung) angelegt.

Standardmäßig sind alle mit Strukturen assoziierten Dateien im Verzeichnis %SystemRoot%\System32\Config untergebracht. Die Einstellung für alle Benutzer befindet sich in einer Datei usernamexxx. Die Daten des Standarbenutzers Userdef dienen als Vorlage zum Erzeugen eines Profils für einen Benutzer, der sich zum ersten mal anmeldet.
| Registrierungsstruktur | Dateiname |
|---|---|
| HKEY_LOCAL_MACHINES\SAM | Sam, Sam.log, Sam.sav |
| HKEY_LOCAL_MACHINES\Security | Security, Security.log, Security.sav |
| HKEY_LOCAL_MACHINES\Software | Software, Software.log, Software.sav |
| HKEY_LOCAL_MACHINES\System | System, System.alt, System.log, System.log |
| HKEY_USERS\.DEFAULT | Default, Default.log, Default.sav |
| (nicht mit einer Struktur assoziiert) | Userdiff, Userdiff.log |
Wenn HKEY_LOCAL_MACHINE (= All Users) und HKEY_CURRENT_USER (= benutzerspezifische Daten) gleiche Schlüssel, aber abweichende Werte enthalten, dann haben die Werte aus HKEY_CURRENT_USER Vorrang.
Bei der Installation einer Applikation für alle Benutzer eines NT-Systems ist darauf zu achten, daß die applikationsspezifischen Einträge in die Registry für alle Benutzer (HKEY_LOCAL_MACHINE) eingetragen werden, und nicht für den installierenden Benutzer alleine (HKEY_CURRENT_USER).
Als Beispiel soll nun die Installation von Microsoft Office 95 beschrieben werden:

Viele Windows-Applikationen lassen sich unter Windows NT oder WinCenter Pro nicht korrekt oder vollständig installieren. Zur Lösung dieser Probleme ist oftmals die Registry zu editieren oder die Sicherheitseinstellung des Dateisystems zu modifizieren.
Microsoft Access 2.0
MS Access 2.0 ist ein Datenbank-Managementsystem, das es dem Benutzer erlaubt Datenbanken zu erzeugen und anzupassen.
Sollten bei einer Benutzer-spezifischen Installation Probleme mit der "Output To"-Option im Menüpunkt "File" auftreten, wird eine Dialogbox mit dem Inhalt "No Output Formats Installed" ausgegeben. In diesem Fall muß die Datei MSACC20.INI-Datei, die sich im Benutzerverzeichnis \WINDOWS befindet in das %SystemRoot%-Verzeichnis kopiert werden.
Microsoft PowerPoint 4.0
Microsoft PowerPoint 4.0 ist ein Präsentationswerkzeug zum Erzeugen und Anzeigen von Folien.
Da MS PowerPoint 4.0 eine 16-Bit-Applikation ist, muß sie für jeden Benutzer individuell aufgesetzt werden Zudem ist es nötig, eine leere POWERPNT.INI-Datei im Systemverzeichnis \WINFRAME zu erzeugen. Das Vorgehen ist daher folgendermaßen:
Microsoft Office 95 Pro
Bei der Kooperation von Microsoft Word 95 und Microsoft Access 95 tritt der Fehler auf, daß nur derjenige, der Office 95 installiert hat auch Serienbriefe it der Word/Access-Kombination schreiben kann. Der Fehler ist durch den falschen Eintrag des Registry-Baumes "ODBC.INI" in "HKEY_CURRENT_USER\ Software\ ODBC" statt in "HKEY_LOCAL_MACHINE\ Software". Die Einträge für eine funktionierende ODBC-Kommunikation zwischen Word und Access (und auch anderen DB-Systemen) sind die folgenden, wobei die Pfade je nach Installation anders lauten können:
REGEDIT4 [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\dBASE-Dateien] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:00000215 "UID"="" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\dBASE-Dateien\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\dBASE-Dateien\Engines\Xbase] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Excel-Dateien] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:00000016 "UID"="" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Excel-Dateien\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Excel-Dateien\Engines\Excel] "FirstRowHasNames"=hex:01 [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\FoxPro-Dateien] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:00000218 "UID"="" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\FoxPro-Dateien\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\FoxPro-Dateien\Engines\Xbase] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\MS Access 7.0-Datenbank] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:00000019 "UID"="Admin" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\MS Access 7.0-Datenbank\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\MS Access 7.0-Datenbank\Engines\Jet 2.x] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\ODBC Data Sources] "MS Access 7.0-Datenbank"="Microsoft Access-Treiber (*.mdb)" "dBASE-Dateien"="Microsoft dBase-Treiber (*.dbf)" "Excel-Dateien"="Microsoft Excel-Treiber (*.xls)" "FoxPro-Dateien"="Microsoft FoxPro-Treiber (*.dbf)" "Paradox-Dateien"="Microsoft Paradox-Treiber (*.db )" "Textdateien"="Microsoft Text-Treiber (*.txt; *.csv)" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Paradox-Dateien] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:0000021a "UID"="" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Paradox-Dateien\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Paradox-Dateien\Engines\Paradox] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Textdateien] "Driver"="C:\\WINNT\\System32\\odbcjt32.dll" "DefaultDir"="" "DriverId"=dword:0000001b "UID"="" [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Textdateien\Engines] [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\ODBC\ODBC.INI\Textdateien\Engines\Text]
WinWord 95 Spell Checker
Um Probleme mit dem Spelling Checker Dictionary zu umgehen, muß mit dem Registry Editor REGEDT32 gearbeitet werden:
Unter \HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft\ Word\ 7.0\ Proofing Tools\ Spelling\ 1033\ Normal müssen folgende Einträge gemacht werden:

Microsoft Office 97
Bei der Installation der Microsoft Office 97 Suite ergeben sich mehrere Fehler. Wichtig ist immer, daß das Service Pack 5 für WinFrame installiert wurde.
Die drei wichtigsten Fehler von Office 97 sind:
Die Beseitigung der einzelnen Fehler wird im folgenden beschrieben:
Fehler beim Initialisieren des Visual Basic Environment. Dies betrifft die Ausführung des Visual Basic Editors oder eines Makros in einem Office-Programm für Benutzer ohne Administrator-Rechte. Dieser Fehler wird erzeugt, da die Lese-Berechtigungen auf einer Systemdatei nicht korrekt gesetzt sind. Die Anpassungen zur Fehlerbeseitigung werden folgendermaßen durchgeführt:
Insufficient Memory Error beim Zugriff auf das lokale A- oder B-Laufwerk. Die Anpassungen zur Fehlerbeseitigung werden folgendermaßen durchgeführt:
Dieser Workaround ermöglicht den Zugriff auf die Diskettenlaufwerke über den Umweg der Laufwerksbuchstaben Z:\ bzw. Y:\.
Die Office Startup Icons werden nicht zur allgemeinen Startup-Gruppe addiert. Dadurch können nicht alle Benutzer die Office97-Programme starten.