Letzte Änderung: 15.4.98 von B. Tritsch
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Windows NT besitzt eine Reihe von Administrationswerkzeugen, die sowohl graphisch/interaktiv als auch basierend auf der NT-Shell sein können. Eine Reihe der Werkzeuge können auch für Multiuser Windows NT Server eingesetzt werden.
Datei-Manager
Der Datei-Manager ist das Programm unter Windows NT, mit dem verschiedene Datenträger verwaltet werden können. Dies gilt für Festplatten, Diskettenlaufwerke oder im Netz freigegebene Ressourcen. Wichtig ist hierfür die Möglichkeit des Datei-Managers, diesen Netzwerkressourcen logische Laufwerkbuchstaben zuordnen zu können.

Server Manager
Eines der wichtigsten Werkzeuge für die Überwachung des Netzwerks. Der Server-Manager ergänzt die Funktionen des Benutzer-Managers für Domänen.
Der Server-Manager zeigt eine Liste aller Computer der Domäne. Veränderungen der Computer-Rollen können über den Server-Manager kontrolliert werden, z.B. Auf- oder Abstufung von Domänen-Controller. Die Synchronisation der Benutzerkontendatenbank läßt sich hier ebenfalls erzwingen. Die wichtigste Eigenschaft ist jedoch wahrscheinlich die Möglichkeit zur Fernadministration von NT-Computern. Dies betrifft z.B. die freigegebenen Verzeichnisse, das Reproduktionsverhalten oder die Kontrolle von NT-Diensten (Services).

Performance Monitor
Ein wichtiges Administrations- und Analysewerkzeug, das mit jedem Windows NT bzw. WinFrame ausgeliefert wird, ist der Performance Monitor. Er zeigt die System-Ressourcen auf dem WinCenter-Server an, was auch die einzelnen WinStations mit einschließt. Hiermit lassen sich Systemengpässe (Bottlenecks) identifizieren und bei manueller Systemoptimierung die Ergebnisse mitverfolgen.
Der Performance Monitor benötigt selbst etwa 5% CPU-Zeit, was bei absoluten Lastangaben zu beachten ist.
Bei der Ausgabe der Ressourcen-Werte ist auf die Skalierung zu achten, da diese sowohl in Prozent als auch in absoluten Werten dargestellt werden können.
Die wichtigsten Werte für einen WinCenter-Server sind:

Die NT Shell
Windows NT besitzt eine "DOS-Box", die auf den ersten Blick an alte Zeiten erinnert. In Wirklichkeit ist sie jedoch ein echter 32-Bit-Kommandointerpreter, der nur das Aussehen von MS-DOS besitzt.
Windows NT wird mit einer leistungsfähigen Skriptsprache ausgeliefert, die in der NT Shell ausgeführt werden kann. Im Grunde genommen ist diese CMD-Sprache ein Superset des unter MS-DOS gewohnten Batch-Sprachumfangs. Besonders hervorzuheben sind die Möglichkeiten, Windows-Anwendungen aus der Kommandozeile, d.h. aus der CMD-Sprache, mit verschiedenen Parametern aufzurufen.
Der "at"-Befehl
Der "at"-Befehl steuert Kommandos und Programme so, daß sie zu vorher spezifizierten Tagen und Zeitpunkten ablaufen. Der "Schedule"-Service muß vor dem Aufruf des "at"-Befehls gestartet sein. Der Scheduler wird mit "Main" - "Control Panel" - "Services" - "Scheduler" - "Start Option: Automatic" gestartet.

Die Syntax, um ein Kommando zeitgesteuert aufzurufen, ist folgende:
at time /interactive /every:... "command"
Hierbei haben die Parameter folgende Bedeutung:
Der Aufruf des "at"-Befehls ohne Parameter zeigt alle aktuell vorgemerkten Dienste und deren Identifikation (id). Mit Hilfe des Parameters /delete und der id eines Dienstes kann dieser wieder gestoppt werden.
Ein wichtiges Kommando, das bei WinCenter Pro Servern jede Nacht ausgeführt werden sollte, ist der Reboot. Die Syntax für ein entsprechendes Batch-File, das mit Hilfe des "at"-Befehls aufgerufen werden kann, ist folgende:
shutdown 0 /reboot
Das Kommando "shutdown" ist speziell für WinCenter Pro und nicht im Standardumfang von Windows NT enthalten. Beim Reboot ist darauf zu achten, daß keine Floppy eingelegt ist und der Rechner nach einem Warmstart hochläuft. Hierzu muß eine Tastatur, eine Maus und eine Graphikkarte angeschlossen sein.
Der ipconfig-Befehl
Zur Analyse der LAN- bzw. WAN-Anbindung verwednet man den Befehl "ipconfig /all". Das Ergebnis kann dann folgendermaßen aussehen:
Windows NT IP-Konfiguration Host-Name . . . . . . . . . : tritsch.igd.fhg.de DNS-Server. . . . . . . . . : 192.44.32.1 Knotentyp . . . . . . . . . : Broadcast NetBIOS-Bereichs-ID . . . . : IP-Routing aktiviert. . . . : Ja WINS-Proxy aktiviert. . . . : Nein NetBIOS-Auswertung mit DNS : Nein Ethernet-Adapter DC21X41: Beschreibung. . . . . . . . : DEC DC21040 PCI Ethernet Adapter Physische Adresse . . . . . : 00-00-C0-72-92-0B DHCP aktiviert. . . . . . . : Nein IP-Adresse. . . . . . . . . : 192.168.201.2 Subnet Mask . . . . . . . . : 255.255.255.0 Standard-Gateway. . . . . . : 192.168.201.254 Ethernet-Adapter NdisWan7: Beschreibung. . . . . . . . : NdisWan Adapter Physische Adresse . . . . . : 00-00-00-00-00-00 DHCP aktiviert. . . . . . . : Nein IP-Adresse. . . . . . . . . : 0.0.0.0 Subnet Mask . . . . . . . . : 0.0.0.0 Standard-Gateway. . . . . . : Ethernet-Adapter NdisWan5: Beschreibung. . . . . . . . : NdisWan Adapter Physische Adresse . . . . . : 00-00-00-00-00-00 DHCP aktiviert. . . . . . . : Nein IP-Adresse. . . . . . . . . : 0.0.0.0 Subnet Mask . . . . . . . . : 0.0.0.0 Standard-Gateway. . . . . . :
Das Resource Kit (deutsch: Die Technische Referenz) ist ein Satz Bücher inklusive einer sehr brauchbaren CD. Die CD enthält eine Reihe von Werkzeugen, die Administratoren von Windows-NT-Systemen das Leben stark erleichtert. Viele der Resource-Kit-Programme finden sich in späteren NT-Versionen in der Standardinstallation wieder. Scheinbar dient das Resource Kit den Microsoft-Entwicklern als "Spielwiese", auf der sie ihre eigenen Vorlieben an System-Tools verwirklichen dürfen.
Eine kleine Auswahl der Werkzeuge werden im folgenden kurz aufgezeigt. Sie sind besonders gut für Administrationszwecke auf Multiuser Windows NT Servern geeignet.
Der pmon-Befehl
Das Kommandozeilen-Programm "pmon.exe" generiert einen Schnappschuß der aktuellen Kernel-Prozesse. Damit ähnelt es dem Performance Monitor, ist aber deutlich schneller.
Quick Slice
Quick Slice (qslice.exe) ist eine Lastanzeige, die für jeden Prozeß auf einem NT-System sowhl die momentane Kernel- als auch User-Last anzeigt.

Perf Meter
Das Programm Perf Meter (wperf.exe) ähnelt dem bei NT mitgelieferten Performance Monitor, zeigt jedoch weniger verschiedene Systemparameter an. Damit erlaubt Perf Meter ein Monitoring des Systems ohne großen "Overhead"

Net Watch
Das Programm Net Watch (netwatch.exe) ermöglicht die Überwachung der Zugriffe auf Ressourcen im Netzwerk.

Process Viewer
Der Process Viewer (pviewer.exe) des Resource Kits zeigt die Details jedes momentan laufenden Prozesses inklusive seiner verschiedenen Threads und deren Systemprioritäten an. Weiterhin können verschiedenste Speicherwerte der Prozesse überwacht werden und gegebenfalls ein einzelner Prozess aus dem laufenden System entfernt werden.

WinFrame enthält eine Reihe von spezifischen Benutzer- und Administrations-Werkzeugen. Diese liegen in der Verwaltungs-Gruppe und sollen im folgenden aufgezeigt werden.

WinStation Administration
Dies ist das zentrale Werkzeug zur Administration von WinCenter Pro zur Laufzeit. Es erlaubt folgende administrative Überwachungen und Tätigkeiten:
WinStation-Ansicht (WinFrame 1.6):

WinStation-Ansicht (WinFrame 1.7):

die einzelnen Zustände einer WinStation-Session können sein:
User-Ansicht:

Processes-Ansicht:

WinStation Configuration
Dieses Programm dient der Konfiguration der WinStations.

Ein Doppelklick auf die WinCenter-Sessions führt zu folgendem Fenster:

Die Schaltfläche "Advanced WinStation..." erlaubt dann die detaillierte Konfiguration.

Der wcpreset-Befehl
Das Kommandozeilen-Programm "wcpreset.exe" wurde gemacht, um das Problem von verschwindenden WinStations zu lösen. Es überprüft das Antwortverhalten einer WinStation. Sollte hierbei ein Time-Out auftreten, wird die WinStation neu gestartet.
C2-Sicherheits-Manager
Der C2-Sicherheits-Manager hilft bei der Konfiguration eines abgesicherten Systems nach der C2-Spezifikation der US-amerikanischen Regierung.

Netzwerk-Client-Manager
Der Netzwerk-Client-Manger hilft beim Erstellen von Installationsdisketten für die angebundenen Clients.

NCD WinCenter Connect besitzt eine Reihe spezifischer Administrationswerkzeuge, die durch das WinCenter Desktop-Icon sowie eine eigene Administrationsgruppe gebildet werden.
Das WinCenter Desktop-Icon
Das WinCenter Desktop-Icon ist ein Werkzeug, daß es erlaubt WinCenter-Sessions zur Laufzeit einfach anzupassen. Durch einen Doppelklick auf das Icon erhält man folgendes Dialogfenster:
![]()
Potentiell gibt es acht mögliche Einstellkarten:
Die WinCenter Administration Gruppe
WinCenter stellt eine Reihe von Werkzeugen in einer eigenen Gruppe dar. Einige der Werkzeuge wurden in vorhergehenden Kapiteln auch schon beschrieben.

Die Werkzeuge sind im einzelnen folgende:
Nur letzteres fehlt noch mit einer näheren Betrachtung. Das WinCenter-Configuration-Werkzeug erlaubt die einfache Konfiguration der WinCenter Stations, die an einen WinCenter Server angeschlossen sind. Eine WinCenter Station ist jede Maschine im Netzwerk, die über eine IP-Adresse identifiziert werden kann und eine Verbindung zu WinCenter Server aufnehmen kann.

Die verschiedenen Kategorien für die Einstellungen sind hierbei folgende:
Um dieses Werkzeug benutzen zu können muß man als Administrator auf dem WinCenter Server angemeldet sein.