Letzte Änderung: 15.4.98 von B. Tritsch
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Dieses Seminar soll den Teilnehmern folgende Inhalte vermitteln:
PCs unter einem der Microsoft-Betriebssysteme findet immer öfters den Weg in die Unternehmen. Die Wünsche und Bedürfnisse der Anwender liegen dabei jedoch nicht immer im Einklang mit den Anforderungen an einen professionellen PC-Arbeitsplatz. So ist die Wunschliste der Anwender geprägt von sehr individuellen Bedürfnissen.
Anwender:
Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen, die zum einen bestehende Infrastrukturen weiterpflegen müssen und zum anderen die hohen Investitionskosten von Systemerneuerungen zu tragen haben. Ihre Präferenzen und Bedürfnisse für das Rechnerumfeld lassen sich in teilweise völlig anderen Bereichen finden.
Unternehmen:
Zum Teil lassen sich erhebliche Differenzen bei den Bedürfnissen zwischen den beiden genannten Interessengruppen identifizieren. Ein Multiuser Windows NT hilft bei der Installation eines ausbalancierten Systemkonzepts. Dies betrifft die Bereitstellung sowohl von Windows-Applikationen als auch von "Mission Critical" Programmen aus den Bereichen UNIX, Großrechner 3270, VT100 und ANSI-Terminal.
Um die obengenannten Bedürfnisse zu befriedigen, wurde das "Internet Computing Model" konzipiert. Es unterteilt ein vernetztes Rechnersystem in drei Komponenten:
1. Die Datenkomponente
2. Die Anwendungskomponente
3. Multifunktionaler Netzwerk Computer

Warum ist dieses Modell so leistungsfähig und spart sogar noch Geld? In typischen betrieblichen PC-Umgebungen "verwalten" die Anwender ihren PC selbst und benötigen dabei Zeit und Geld. Alternativ dazu kann ein umfassender (und damit teurer) Support für die lokale PC-Administration etabliert werden. Dies schlägt sich als ungünstige Faktoren beim "Total Cost of Ownership" nieder. Nach seriösen Schätzungen können die Kosten für die PC-Verwaltung die Hardware-Investitionen bei der PC-Beschaffung nach wenigen Jahren um ein Vielfaches übertreffen. Die Gartner Group geht beispielsweise von 20% der Kosten für die Anschaffung und 80% für den Betrieb von PCs in einem konventionellen Client/Server-Umfeld aus.
Die Umstellung auf einen zentralen Anwendungs-Server erzeugt deutlich weniger Kosten, da er zentral verwaltbar ist. Die Ausfallzeiten bei Upgrades werden kürzer, die Sicherheit wird höher (Rechner, Daten, Viren) und es kann eine verläßliche regelmäßige Datensicherung etabliert werden.
Wie kann nun aber das Internet Computing Model verwirklicht werden? Die Lösung heißt Multiuser NT. Hierbei wird nur die graphische Ausgabe und Interaktion auf dem Client abgehandelt. Die gesamte Geschäftslogik liegt auf zentralen Server-Komponenten.

Der Vergleich zwischen 100 Benutzern von Desktop PCs und 100 Multiuser NT Plätzen zeigt die Unterschiede:
| 100 Desktop PCs | 100 Multiuser NT Clients |
|---|---|
100 Desktop Computer
|
2 Server
|
100 x 1GB Festplatten
|
2 x 12GB Festplatten
|
100 x 32MB RAM (> 3GB
RAM)
|
2 x 256MB + 100 x 4MB RAM
(< 1GB RAM)
|
100 x Dateitransfer
|
100 x GUI-Netzverkehr in
Frames
|