Windows NT - Einführung für Benutzer

Kapitel 6: Zugriffsrechte für Dateien und Verzeichnisse

Überblick

Letzte Änderung: 22.12.1999 von Oliver Gebhardt

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Auf jedem NT-Computer ist der Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse über die Vergabe von Rechten geregelt. Auch hier spielt wieder die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Benutzergruppen eine große Rolle, da die Zugriffsrechte anhand der Benutzerkonten vergeben werden.

Lokale Zugriffsrechte

Die Vergabe von individuellen Berechtigungen ist prinzipiell möglich, zumeist genügen jedoch die Standardberechtigungen, die Windows NT zur Verfügung stellt. Hierbei wird zwischen den Zugriffsarten auf Verzeichnisebene und den Zugriffsarten auf Dateiebene unterschieden.

Das NTFS-Dateisystem erlaubt eine umfangreiche Zugriffsverwaltung, die im einzelnen aus den folgenden Zugriffsarten besteht:

Standard-Berechtigungen für den Verzeichniszugriff (in Gruppen zusammengefaßt): Standard-Berechtigungen für den Dateizugriff Spezielle Benutzergruppen sind hierbei folgende: Bei Verzeichnissen werden im Gegensatz zu Dateien zwei Berechtigungen verwendet, z.B. (RX)(RX). Die erste Berechtigung
betrifft den Zugriff auf das Verzeichnis selbst. Die zweite Berechtigung wird für neu erzeugte Objekte verwendet, d.h. für neue
Verzeichnisse oder Dateien.

Die P- und die O-Attribute haben sehr spezielle Bedeutung für die Sicherheit eines Systems:

Administratoren oder Benutzer, die für ein Verzeichnis oder eine Datei das O-Attribut besitzen, können dieses Objekt zwar in
Besitz nehmen, sie können es aber nicht aktiv zurückgeben.

Auf einem NTFS-Datenträger hat jede Datei und jedes Verzeichnis einen eindeutigen Besitzer. Dieser kann selbständig
jederzeit alle vergebenen Berechtigungen für einzelne Benutzer oder Gruppen von Benutzern individuell anpassen.
 

So zeigen Sie die Verzeichnisberechtigungen an

  1. Klicken sie im Explorer mit der rechten Maustaste

auf das Verzeichnis von dem sie die Informationen erhalten wollen.
  1. Nun klicken sie auf Eigenschaften.
    Wählen sie die Registerkarte Sicherheit aus und klicken sie auf Berechtigungen


Freigaben für den Netzwerkzugriff

Das Freigeben von Verzeichnisstrukturen funktioniert mit Verzeichnissen auf FAT- und auf NTFS-Partitionen. Für die vollständige Funktionalität, insbesondere auf Servern sollte jedoch immer NTFS gewählt werden. Das Einrichten von Freigaben übernimmt der Administrator in der Regel über den NT-Explorer.

Die Freigaben für den Netzwerkzugriff

Für die Vergabe von Freigabenamen gelten im Grunde die selben Regeln wie für lange Dateinamen unter Windows NT, jedoch
mit einigen kleinen Ausnahmen. Es können die Zahlen von 0 bis 9, die Buchstaben A bis Z und folgenden Sonderzeichen
verwendet werde: $ % ‘ - _ @ ~ ! ( ) ^ # &

Sechs Zeichen, die für Dateinamen verwendet werden können, lassen sich jedoch nicht bei Freigabenamen einsetzen: + , ; = [ ].
Leerzeichen sind wiederum erlaubt.

Obwohl Windows NT Freigabenamen mit maximal 80 Zeichen erzeugen kann, sollten die Namen deutlich kürzer sein. Dies
folgt nicht zuletzt aus der Tatsache, daß Windows 95 nur Freigabenamen verarbeiten kann, die maximal 12 Zeichen lang sind.
Für DOS und Windows für Workgroups muß sogar die 8.3-Konvention eingehalten werden.

So gibt man ein Verzeichnis frei

  1. Im NT-Explorer auf das freizugebende Verzeichnis mit der rechte Maustaste klicken

und Freigabe... anklicken

    Auf der Registerkarte Freigabe Freigeben als anklicken und ins Feld Freigabenamen einen Namen eingeben

    Auf Berechtigungen... klicken

    Die Freigabeberechtigung läßt sich jetzt unter Zugriffsart für jede Gruppe einzeln ändern

Die Freigaben beinhalten dann folgende Eigenschaften:

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