Windows NT - Einführung für Benutzer

Kapitel 1: Windows NT-Architektur

Überblick

 Letzte Änderung: 22.12.1999 von Oliver Gebhardt

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Einführung

Microsoft plaziert sechs (mit NT 5.0 bald sieben) verschiedene Betriebssysteme am Markt: Hierbei zeichnen sich Windows 95 und Windows NT 4.0 durch eine Reihe von Gemeinsamkeiten, aber auch durch viele Unterschiede aus. Die Gemeinsamkeiten sind: Die Leistungsmerkmale von Windows NT 4.0 sind im Unterschied zu Windows 95 folgende: Die Leistungsmerkmale bzw. Unterschiede von Windows 95 sind dagegen: Als Fazit lassen sich Windows 95 und Windows NT 4.0 bezüglich ihrer Einsatzfelder unterscheiden:

Windows NT 4.0 Design Ziele

Windows NT Design

Windows NT ist ein "preemptives" Multitasking-Betriebssystem. Dies bedeutet, daß das Betriebssystem den Zugriff auf die Prozessorzeit kontrolliert und nicht die Applikationen. Daher kann eine einzelne Applikation nicht das ganze System zum Stillstand bringen. Windows NT unterstützt weiterhin den parallelen, symmetrischen Betrieb von mehreren Prozessoren. Das heißt, daß alle Prozesse gleichmäßig auf alle vorhandenen Prozessoren verteilt werden können.

Weitere grundlegende Eigenschaften von Windows NT sind:

Jeder Prozeß erhält einen eigenen 4 GBytes großen virtuellen Adreßraum, wodurch eine Anwendung die andere nicht stören kann. Dadurch kann ein sehr sicherer und stabiler Betrieb gewährleistet werden.

Von zentralem Interesse sind die Unterschiede zwischen Windows NT Workstation und Windows NT Server. Die folgende Tabelle soll die wichtigsten dieser Unterschiede gegenüberstellen:
 
 
Workstation
Server
Netzwerkverbindungen zu anderen Clients 10 Unbegrenzt
Verbindungen zu anderen Netzwerken Unbegrenzt Unbegrenzt
Multiprocessing (max. Anzahl von CPUs) 2 CPUs 4 und mehr CPUs
RAS (Modem-Verbindungen) 1 Verbindung 255 Verbindungen
Verzeichnisreplikation Import Import und Export
Macintosh-Unterstützung Nein Ja
Zentrale Benutzervalidierung Nein Ja
Plattensicherheit (RAID) Nein Ja
Netzwerkrolle Peer-to-Peer Server

 

Die Betriebssystemstruktur von Windows NT Server und Workstation untergliedert sich in eine Reihe von Komponenten, wobei Teile des Betriebssystems im Executive (privilegierten) Modus sehr geschützt und andere Teile in einem Anwendungsmodus ablaufen.

Die Struktur von Windows NT ist auf einer Kernel-Architektur - ähnlich wie Unix - aufgebaut. Windows NT unterstützt Multithreading und preemptive Multitasking, ist aber im Gegensatz zu Unix in seiner Standardausführung kein Multiuser-Betriebssystem.

nt4arch.gif (32431 Byte)







Charakteristisch ist die Aufteilung in Benutzermodus und Kernmodus, die sich auch in einem streng geteilten Adreßbereich für beide Modi zeigt. Sie beruht auf der Ringstruktur des Prozessors, die eine unterschiedliche Einstufung für Programmodule nach Prioritätsniveaus erlaubt. Die Intel-Prozessor–CPU (ab der Generation 80386) bietet vier Prioritätsniveaus an. Die höchste Priorität, d.h. größtmöglichen Schutz und Befugnis privilegierte Operationen auszuführen und mit der Hardware zu kommunizieren, bietet das Prioritätsniveau null. Von Windows NT werden die Ringe null für den Kernmodus (Kern, Systemdienste und Gerätetreiber) und drei für den Benutzermodus (alle anderen Prozesse) genutzt. Die Ringe eins und zwei werden nicht verwendet.
 

Subsysteme

Windows NT stellt eine Reihe geschlossener Subsysteme zur Ausführung von Applikationen zur Verfügung. Sie alle kommunizieren mit dem darunterliegenden Betriebssystem und regeln ihre Bildschirmausgaben über die Windows32-Graphikschnittstelle.

Dateisysteme

Windows NT ist in der Lage über sein Ein-/Ausgabesystem mehrere Dateisysteme parallel zu verwalten. Hierbei werden die
Treiber für die Dateisysteme wie andere Gerätetreiber behandelt. Dies dient zum einen der Abwärtskompatibilität und zum
anderen der Integration verschiedener Funktionalitäten.

Unterschiede zwischen NT 4 und NT 5 (Windows 2000)

Windows NT 5.0 (Windows 2000)ist die neue Version des High-end-Betriebssystems der Firma Microsoft. Diese neue Version beinhaltet eine ganze Reihe von Unterschieden zur Vorgängerversion, wobei die wichtigsten im folgenden kurz aufgeführt werden.


Einiger dieser Funktionaltiätenn werden in speziellen Kapiteln des Buchs Business NT (Windows NT in Unternehmensnetzen) von Bernard Tritsch,  sehr ausfühlich behandelt. Daher gehe ich im Rahmen dieses Seminares nicht näher darauf ein.

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