Letzte Änderung: 21.10.98 von B. Tritsch
Das Common Gateway Interface (CGI) ist eine gängige Methode, um HTML-Seiten interaktiv zu gestalten. Hierzu kommuniziert der WWW-Server mit einem Skript-Interpreter, der Benutzereingaben analysiert und als Antwort dynamisch neue HTML-Seiten erzeugt. Dies wird insbesondere zur Reaktion auf die Eingaben in Formulare genutzt. Als Sprache wird oftmals Perl genutzt, die insbesondere auf die Verarbeitung von Zeichenketten otimiert ist.
Der Nachteil an CGI ist, daß das Interpretieren von Skripts mit einem entsprechenden Programm (z.B. Perl-Interpreter) recht langsam ist. Dies macht sich insbesondere auf WWW-Servern mit mehreren tausend Zugriffen pro Tag/Stunde/Minute bemerkbar. Aus diesen Gründen werden an dieser Stelle immer leistungsfähigere Lösungen gesucht.
Stichworte:
Client/Server-Applikationen sind klassische Zwei-Schicht-Applikationen (2-Tier). Im folgenden sollen genau diese zweischichtigen, aber auch mehrschichtige Modelle betrachtet werden:
2-Tier-Model
Das zweischichtige Modell verbindet HTML-Browser mit einem WWW-Server. Hierbei können auf der Server-Seite Konzepte wie CGI oder Active Server Pages (ASP) für dynamische Antworten auf Benutzeranfragen reagieren. Auf der Client-Seite sorgen unter Umständen Java, JavaScript oder VisualBasic Script für eine gewisse "Intelligenz".

Abbildung 8.1: Das 2-Tier-Model
3-Tier-Model
Können WWW-Server über CGI- oder ASP-Methoden auch auf entfernte Server zugreifen, so wird aus dem zweischichtigen ein dreischichtiges Modell. So kann beispielsweise durch eine Datenbankanfrage des WWW-Servers ggf. auf eine umfangreiche Produktdatenbank zugegriffen werden.

Abbildung 8.2: Das 3-Tier-Model
Die Einbindung von Datenbanken an WWW-Server geschieht in den meisten Fällen über eine standardisierte Schnittstelle. Diese nennt sich ODBC - Open Database Connectivity. ODBC hält sich sehr nahe an die Standardsprache SQL für Datenbankzugriffe.
Um die Integration ihres WWW-Servers mit Datenbanken und leistungsfähigen Scripting-Maschinen zu erreichen, wurde von Microsoft das Konzept der Active Server Pages (ASP) entwickelt. Es basiert auf einer definierten Schnittstelle zum Microsoft Internet Information Server (ISAPI). ISAPI ist hierbei als Konkurrenz zum NSAPI der Firma Netscape zu verstehen, das eine Schnittstelle zum Netscape WWW-Server darstellt.
ASP ist hiermit eine von Microsoft bereitgestellten Komponente auf der Basis von ISAPI. ASP kapselt Funktionalitäten wie ODBC-Zugriffe auf Datenbanken sowie Scripting-Maschinen für JavaScript und VBScript.

Abbildung 8.3: Das ISAPI-Konzept und die Einbindung von ASP
Durch ASP lassen sich mächtige Multi-Tier-Applikationen z.B. für den Bereich Electronic Commerce erstellen. Ein solches Szenario ist in der untenstehenden Abbildung angedeutet.

Abbildung 8.4: Das Konzept der Active Server Pages für eine Electronic Commerce Anwendung auf dem Internet