Letzte Änderung: 2.11.97 von B. Tritsch
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Auch ohne tiefere Kenntnisse über Hardware, Betriebssystem oder den SAA-Standard läßt sich Windows als Graphische Benutzerschnittstelle sehr schnell und intuitiv benutzen erlernen. Programme werden durch Icons repräsentiert. Programm-Icons befinden sich häufig in Gruppen. Zu diesen Gruppen können auch neue Mitglieder hinzugefügt werden. Allen Programmen steht das Clipboard (Zwischenablage) als temporärer Speicherplatz zur Verfügung. Es dient dem Datenaustausch zwischen Programmen.
Auf Basis-Operationen wie Starten von Windows, Fensteraktionen, Menübedienung und Starten von Applikationen soll im folgenden nicht eingegangen werden. Sie werden für dieses Seminar als bekannt vorausgesetzt.
An dieser Stelle sollen alle ab Windows 3 gelieferten Standardanwendungen angesprochen werden. Sie können durch entsprechende Schnittstellen immer auch mit selbst entwickelten Programmen genutzt werden.
Bei Windows für Workgroups, Windows 95 sowie Windows NT werden viele zusätzliche Anwendungen mitgeliefert. Sie betreffen neuere Features wie Multimedia, Netzwerkverwaltung, Systemverwaltung, etc.
Windows bietet die Möglichkeit auch über ein Netzwerk betrieben zu werden.. Als Voraussetzung muß Windows bereits zur gemeinsamen Nutzung auf dem Netzwerk eingerichtet sein. Die möglichen Protokolle sind TCP/IP, NetBEUI und IPX/SPX. Mehr Informationen über die Standard-Verwendung von Windows in Netzwerken bietet das Benutzerhandbuch oder einschlägige Artikel der Fachpresse.
Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten Windows an einem Netzwerk zu betreiben:
Hier sollen nun die acht Ressourcen-Typen, die Windows unterstützt, etwas näher betrachtet werden. Über sie ist es leicht möglich das Aussehen von Windows-Anwendungen zu verändern, ohne über Programmierkenntnisse verfügen zu müssen.
Dialogfenster
Ein Dialogfenster ist ein Bereich auf dem Bildschirm, in dem sich verschiedene Programmoptionen wählen lassen. Zur Wahl stehen graphische Elemente, z.B.
Eine Dialogfenster-Ressource ist ein Datensatz, der das Dialogfenster und seine Elemente definiert. Dazu gehören:
Ein Dialogfenster-Editor erlaubt es mittels der Maus ein Dialogfenster und die dazugehörenden Elemente zu gestalten. So können die Größe des Fensters und der Dialogelemente geändert und deren Position bestimmt werden. Das Dialogfenster erscheint im Editor genau wie später in der Anwendung.
Menüs
Ein Menü listet die aktivierbaren Programmoptionen auf. Beim Auswählen einer Option wird entweder die entsprechende Aktion ausgelöst oder ein weiteres Auswahlmenü aufgerufen.
Eine Menü-Ressource definiert die zugehörigen Optionen und die Reihenfolge, in der sie auf dem Bildschirm erscheinen.
Ein Menü-Editor dient zum Erstellen neuer Menü-Ressourcen mit der Maus. Das Erscheinungsbild der Menüs läßt sich ändern und sie lassen sich während des Editierens interaktiv testen.
Tastenkürzel
Ein Tastenkürzel wird statt eines Menüs oder einer Menüoption zum Auslösen eines Befehls benutzt, wodurch die Arbeit in einem Programm erleichtert und beschleunigt wird. Z.B. ist Shift-Ins schneller als die Wahl des Menüs Edit und des Menüpunktes Paste (Einfügen).
In einem Tastenkürzel-Editor werden durch Druck von Tasten oder Tastenkombinationen diese als Ersatz für bestimmte Menüoperationen definiert.
String-Tabellen
Strings sind Texte, die Anwendungen in ihren Menüs, Dialogfenstern, Fehlermeldungen etc. anzeigen. Solche Strings können im Quellcode eines Programms oder in einer separaten Ressource definiert sein, die bei Bedarf in die Anwendung geladen wird.
Die Definition von Strings macht eine Anwendung flexibler und spart viel Arbeit.
Bitmaps
Eine Bitmap ist eine Datenmenge, mit der Anwendungen ein Bild auf dem Bildschirm anzeigen. Eine Bitmap kann von beliebiger Größe sein, d.h. zwischen dem ganzen Bildschirm (MS-Windows-Startbildschirm) und einem winzigen Bereich (Cursor). Zudem können mehrere Farben festgelegt werden.
Ein Bitmap-Editor kombiniert die Möglichkeiten eines Zeichenprogramms mit der Aufgabe, farbige Bitmaps zu editieren.
Cursor-Darstellungen
Ein Cursor wählt graphische Elemente auf dem Bildschirm aus oder legt eine Eingabeposition fest. Eine Cursor-Ressource ist eine spezielle Bitmap von der Größe 32 x 32 Pixel.
Da ein Cursor auf einen ganz bestimmten Punkt auf dem Bildschirm zeigt, wird in seiner Erscheinung ein ganz bestimmtes Pixel bestimmt, dessen Bildschirmposition z.B. zum Auslösen einer Aktion dient, und das Hot Spot genannt wird.
Für eine Anwendung ist ein Cursor mit zwei verschiedenen Formen definiert. Cursor-Ressourcen enthalten zwei Bitmaps:
So können Teile des Cursors transparent werden oder der Cursor-Hintergrund sich verändern.
Ein Cursor-Editor ist eine Sonderversion eines Bitmap-Editors.
Icons
Ein Symbol oder Icon ist ein graphisches Element, über welches der Status von Anwendungen änderbar ist. Z.B. startet man den Ressource-Editor durch Anklicken seines Symbols im Programm-Manager-Fenster von MS-Windows.
Eine Icon-Ressource ist wieder eine spezialisierte Bitmap. Wie auch bei einem Cursor werden verschiedene Kombinationen aus Vorder- und Hintergrundfarben festgelegt. Dadurch kann sich die Erscheinung des Icons beim Verschieben über den Bildschirm ändern.
Schriften
Windows-Programme verwenden Schriften-Ressourcen, die folgendes festlegen:
Zudem werden Schriften-Ressourcen dazu benutzt, um eine Anzahl gemeinsamer Bitmaps zu speichern, die grundsätzlich gemeinsam verwendet werden.
Mit Hilfe eines Schriften-Editors können neue Schriften entworfen und gespeichert werden.
Ab Windows 3.1 wird eine ganze Reihe sogenannter True Type Fonts, d.h. Vektor-Schriften unterstützt.